Organisation und Planung mit Kleinkind: Tipps für mehr Zeit mit der Familie

Manche Sachen haben sich gar nicht geändert, seit wir ein Kind haben, andere dafür umso mehr.

Das beste Beispiel dafür ist, dass man – als Vollzeit arbeitende Familie – ja, wir beide arbeiten inzwischen wieder Vollzeit – sich ganz anders organisieren muss.

Früher war mein Tagesablauf etwa so:

07:00 Uhr Aufstehen
Arbeiten bis Open End (unterbrochen von ausgedehnten Mittagspausen, extern mit den Kollegen)
Fitnessstudio (ja, eigentlich täglich )
Überlegen, was man heute abend essen könnte (täglich aufs neue im Supermarkt)
Kochen, Essen und den Abend gediegen auf der Couch ausklingen lassen
–> natürlich täglich mit der Option ins Kino, ne Bar oder sonstwo hinzugehen
Klingt stressig, war aber genau so, wie wir unsere Tage verbringen wollten.

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Heute sieht das Ganze ein bisschen anders und auf den Kopf gestellt  aus. Wir haben ein kleines Kind, das wir nicht einfach abschieben wollen und mit dem wir ein Maximum der nicht arbeitenden Zeit verbringen wollen. Wir müssen nicht nur unsere eigenen Interessen, sondern auch die Interessen des Kindes berücksichtigen und uns überlegen, was wir mit der verfügbaren Zeit anfangen wollen.

Hier sind unsere Tipps für mehr Minimalismus im Alltag für mehr Zeit mit der Familie:

1. Mach dir einen Essens- bzw. Einkaufs-Wochenplan

Früher habe ich das immer bewundert, heute gehör ich selbst zu den Menschen, die 1x die Woche einen Plan erstellen, was sie in der Woche essen wollen. Keine täglichen Supermarktbesuche mehr, die mehr Zeit fressen als alles andere. Nicht mehr täglich darüber den Kopf zerbrechen, was man wohl kochen und essen könnte, denn das raubt echt viel Energie! Wir geben auch weniger Geld aus, denn mit Einkaufszettel einkaufen sorgt dafür, dass nur die Dinge im Einkaufswagen landen, die wir wirklich brauchen und bei weniger Einkäufen besteht auch seltener das Risiko zu Spontankäufen.
Wenn du laut Plan weißt, was grob in der Woche ablaufen wird, kannst du auch mal mehr kochen und hast schon was für den Folgetag! Vielleicht will man das nicht immer, aber auch so lässt sich hier und dort Zeit sparen.
Und so schmeißen wir seither so gut wie nichts mehr weg , der Plan geht wirklich hervorragend auf. Anfang der Woche: Kühlschrank voll, Ende der Woche: Kühlschrank leer. Und ich fühl mich wie ein krasses Organisationstalent

2. Schmeiss zumindest zeitweise die Zeitfresser raus: Handy, TV & Co.

Ok, an dem Punkt arbeiten wir noch. Groß Ferngesehen haben wir eh nie, aber das Handy ist heutzutage einfach immer und überall am Start. Wir wollen aber nicht so enden, wie auf der grandiosen Fotoserie Removed des Künstlers Eric Pickersgill, sondern mehr Quality Time mit unserer Familie verbringen. Mal ehrlich, wie viel Sinnvolles hast du heute schon auf deiner Facebook-Timeline mitgenommen, an das du dich morgen noch erinnern wirst? Wenn es dieser Blogartikel war, hat sichs natürlich gelohnt, aber oft verschwenden wir viel mehr Zeit am Handy, als wir wollten und dachten!
Und wenn das Kind am Abend schläft hast du sicher noch genug Zeit, alle Feeds durchzuscrollen und ne Runde Candy Crush zu spielen.

3. Kombiniert was euch Spass macht mit der Familie und habt Spass dran!

Familie muss nicht anstrengend sein! Du musst nicht am Ende des Tages Gefühl haben, nur Windeln gewechselt, gekocht und geputzt zu haben und dann mit viel Mühe dein Kind zum Schlafen bewegen, weil es eben schon so spät ist.
Klar, es muss ja was zum Essen geben. Und die Wäsche muss auch irgendwann wieder sauber werden. Ich habe in letzten Monaten immer mehr gelernt, dass das alles eine Frage der Einstellung ist. Alles was du heute wirklich schaffen willst, wirst du auch irgendwie schaffen! Und wenn nicht, dann überlege, was davon auch noch bis morgen warten kann. Früher war ganz fest in meinem Kopf verankert „was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen“. Natürlich habe ich das auch da nicht immer durchgezogen, aber seit ich Mutter geworden bin, weiß ich was für ein riesiger Quatsch mit Soße der Spruch doch ist. Spätestens wenn du keine Wäsche mehr hast, wirst du automatisch Wäsche waschen in deinen Tag integrieren. Und wenn du es sonst nicht sofort machst – so what?!

Stattdessen nehmt euch Zeit für das, was allen Spaß macht! Du würdest gern mal wieder Sport machen? Nimm dein Kind à la fit dank Baby und trainiere mit ihm, ich garantiere dir, ihr werdet beide Spaß haben und auf eure Kosten kommen! Ihr seid zum Abendessen eingeladen, obwohl das Kind da schon im Bett sein müsste? Muss es das wirklich oder hängst du zu sehr an den täglichen Abläufen, weil du denkst sie bedeuten weniger Stress? Tatsächlich habe ich gelernt, der Stress, der dabei entsteht, wenn wir vom Gewohnten abweichen, ist mir persönlich lieber, als der Stress, auf alles zu verzichten, an dem wir vielleicht alle Spaß haben. Aber schon weil wir uns auch selbst als Eltern am Herzen liegen, treffen wir diese Entscheidungen jedes Mal aufs Neue und danach, wie es sich gerade am besten für uns anfühlt. Daher könnte dieser Punkt auch lauten: Nehmt eure Bedürfnisse ernst! Und zwar die von allen! Und macht auch mal Kompromisse

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Wir verbringen etwa 80% unserer Zeit draußen, da sind wir alle entspannter und Punkt 2 und 3 setzen sich fast automatisch um. Linus liebt und sieht täglich die Tiere in unserer Umgebung, wir Eltern tauschen uns aus und haben alle frische Luft. Spielplätze besuchen wir eher selten, weil nicht nur Linus, sondern auch wir einfach die Bewegung brauchen und genießen. Und so fahren wir lieber Fahrrad oder laufen den einen oder anderen Kilometer, immer mit der Option Linus in die Trage zu nehmen, wenn er nicht mehr laufen will.

Hilft dir dieser Blogartikel? Willst du mehr davon? Wie optimierst und organisierst du deine Zeit? Schreib uns doch nen Kommentar dazu!

P. S. Und wenn dir dieses Blog gefällt, dann empfehl uns doch weiter!  Wir würden uns sehr freuen!

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