Reisen mit Kind – Vorfreude, Ängste und Vorbereitung

Unser erster Urlaub mit Baby in Thailand liegt schon wieder so lange zurück, viele zu lange was unser Fernweh und die Reiselust betrifft  🙂 Daher überlegen wir gerade und wägen ab, wo es dieses Jahr hingehen soll. Ich weiß noch wie groß die Ängste waren, was alles in Thailand passieren könnte, die Argumente von Freunden und Familie, die nicht alle von der Idee angetan waren, mit einem 8 Monate alten Säugling in die Tropen zu fliegen. Und ich habe mir wirklich jedes dieser Argumente sehr zu Herzen genommen, sorgfältig abgewägt und meine eigene Antwort darauf gefunden, so dass ich für mich das bleibende Restrisiko verantworten konnte. Ein Restrisiko gibts ja immer, ob in Thailand, auf Mallorca, im Harz oder auf dem Spielplatz um die Ecke. Tatsache ist, es lief viel besser, als ich mir erträumen konnte. Dass Kinder die Klimaumstellung, das Jetlag und den Kulturschock viel besser wegstecken würden, hatte ich zuvor gelesen, von Menschen, die sowas schon mal gemacht haben. Und ich kann es nur bestätigen. Es war nie langweilig, wurde viel gelacht, gebadet, im Sand gespielt, gekuschelt, ohne jeglichen Stress Zeit mit der entspannten Familie genossen. So wie ein Urlaub eben sein sollte!

Aber natürlich ist es alles ein bisschen anders, wenn ein Mitreisender auf deine Hilfe, deine Aufmerksamkeit und deinen Schutz angewiesen ist. Da möchte man auf alle Eventualitäten vorbereitet sein. Gestern erzählte mir eine Freundin, was sie alles für Vorbereitungen für 1 Woche Mallorca getroffen hat. Der erste Urlaub mit 2 jährigem Kind. Wie bei allem, das neu ist für unsichere Eltern, die nur das Beste für ihr Kind wollen, gibt es einen Markt und Produkte, die wenn überhaupt nur höchst selten zum Einsatz kommen. Die Liste mit diesen Dingen war lang und ich nickte verständnisvoll. Gezeigt hat es mir aber nur eines wieder: Es spielt keine Rolle, wie lange und wohin wir gehen, die Ängste sind dieselben. Zu viel Sonne auf die zarte Babyhaut, ein ruhiger Flug, möglichst viel Ablenkung, was wenn mir was ausgeht? Essen? Windeln? Ist das überhaupt alles sicher dort und unterwegs? Was, wenn das Kind krank wird?

Es gibt so viel Unvorhersehbares wenn wir aus den gewohnten 4 Wänden treten und dennoch versuchen wir jede Eventualität vorherzusehen. Dabei bist du der einzige wichtige Faktor für dein Kind! Der Elternteil! Du gibst ihm Sicherheit an jedem Ort der Welt. Egal ob hier oder in sonstwo, du wirst jederzeit die Gefahren abschätzen und für dein Kind da sein, weil du seine Mama oder sein Papa bist. Dein Kind schreit im Flieger? Du wirst dich um es kümmern und so what, es ist ein öffentliches Verkehrsmittel, damit müssen auch andere nun mal rechnen. Das müssen wir wieder lernen und können dabei gemeinsam mit unseren Kindern wachsen und Ängste ablegen. Wir wollen, dass unser Kind offen in die Welt geht – also sollten auch wir es sein! Das ist mein kleiner Appell wieder an uns selbst zu glauben. Kinder spiegeln ihre Eltern in so vielen Dingen, sind die Eltern entspannt, sind sie es auch. Und dann sind wir auch offen für die vielen positiven Überraschungen, die keiner hat kommen sehen  🙂

Während dieser Blogartikel entstanden ist, haben wir auch inzwischen unseren diesjährigen Flug gebucht. Diesmal gehts nach Sri Lanka mit 19 Monate altem Zwerg und die Vorfreude beginnt… Jetzt!

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